05
May

Bereits vor Jahren bin ich regelmäßig Blutspenden gegangen – egal ob beim örtlichen DRK oder später bei der Bundeswehr. Da meine Mutter beim DRK aktiv war, wusste ich auch genau, wie wichtig es ist zu Spenden. Hier war dann das Abendessen mit Schnittchen, Cola und Keksen immer schön gesichert 😉

Nun kam mein Umzug nach Bielefeld und nachdem ich mich so richtig eingelebt hatte, habe ich mich wieder mit dem Thema „Blutspende“ auseinandergesetzt und bin bei meinen Recherchen auf CSL Plasma gestoßen.

Plasma… was ist das denn nun? Wusste ich nicht, also hab ich mich ein wenig eingelesen und fand hierbei besonders interessant, dass man alle paar Tage und bis zu 45x in 12 Monaten spenden darf. Aus diesem Blutplasma werden dann in der Folge wichtige Medikamente gewonnen – was genau, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber ich befand es als eine gute Sache und bin einfach mal um die Ecke zum Niederwall hin und habe mich als Spender registriert.

Bei der Erstregistrierung bekommt man eine nette Broschüre mit den wichtigsten grundlegenden Informationen in die Hand, muss einige persönliche Fragen zur allgemeinen Gesundheit und zu Risikofaktoren beantworten und wird vom Center-Arzt durchgecheckt. Zum Schluß wird noch ein wenig Blut zur Untersuchung abgenommen, alles in allem kein sonderlich großer Aufwand. Nach ein paar Tagen bin ich dann auch zur ersten Spende hin – das müsste nun ca. ein Jahr her sein.

Bei der ersten Spende wird man dann auch noch ein wenig mehr „ans Händchen“ genommen, damit man auch genau weiß, wie das alles so abläuft. Ich hab’s mir dann einfach auf der Liege mit einer Zeitschrift bequem gemacht und hab die Dame vom Center mal machen lassen. Mein Beitrag kommt ja größtenteils aus dem Arm und man hat also nicht wirklich was zu tun. In der Folge wird das Spenden schnell zur Routine. Nach der ersten Spende wurde dann auch noch geschaut, dass ich genügend trinke. Hinterher gab’s eine kleine Aufwandsentschädigung in bar.

Ich will auch nicht verheimlichen, dass es nicht immer so ganz reibungslos von statten geht. Einmal ist mir der Kreislauf während der Spende abgesackt. Es war aber – wie immer – genügend gut geschultes Personal vor Ort, das sofort eingegriffen hat. Ich habe also stets wohlbehalten das Center verlassen.

Vor kurzem durfte ich dann noch am Ambassador-Workshop für Plasmaspender in Berlin teilnehmen, bei dem wir dann auch die Hintergründe von einem Professor der Charité erklärt bekamen und uns mit Patienten austauschen konnten. Dadurch hatte man dann auch das Ergebnis der Spende vor Augen. Eine Frau, die durch einen Immundefekt den Großteils ihres Lebens massivste Beschwerden wir Durchfälle hatte und erst durch Plasmapräparate wieder halbwegs normal leben kann und ein kleiner Junge, bei dem der Defekt früh genug erkannt wurde und der nun die Medikamente als Routine mit in den Alltag aufnehmen kann. Das hat mich dann auch noch bestärkt, weiterhin regelmäßig zur Spende zu gehen – denn es rettet tatsächlich Leben.

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