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Aug

Angeborener Immundefekt. Eine Krankheit, die ich lange Jahre nicht kannte – obwohl ich als Moderatorin ja mit vielen ganz unterschiedlichen und auch brisanten Themen konfrontiert bin.

Das hat sich aber geändert, als bei einer guten Bekannten diese Krankheit festgestellt wurde.  Sie erzählte mir von ihrem jahrelangen Leiden und dass ihrem Körper die Fähigkeit fehlt, Antikörper gegen Krankheiten selbst herzustellen. Und sie berichtete von der Therapie mit Immunglobulinen, die aus Blutplasma gewonnen werden.

Einige Zeit später dann meine zweite Begegnung mit angeborenen Immundefekten. Eine indirekte Begegnung, denn diesmal war ich zur Sarrasani-Galanacht der Stars in Dresden eingeladen. Magier und Unternehmenschef André Sarrasani organisiert diese Veranstaltung jedes Jahr zugunsten der dsai, der Deutschen Selbsthilfe Angeborene Immundefekte. Prominente versuchen sich dabei auf der Varietébühne als Artisten oder Zauberer. Ich habe damals mit viel Überzeugungskunst Lose verkauft. Den Erlös der Veranstaltung lässt André Sarrasani als Schirmherr der dsai jedes Jahr der rührigen Selbsthilfegruppe zukommen.

Und vor kurzem schließlich Begegnung Nummer drei: Das Zusammentreffen mit dem kleinen Simon, den ich im CSL-Plasmacenter Berlin kennen gelernt habe, als ich mich entschieden hatte, selbst Plasma zu spenden und so Leben zu retten. Ich habe dem jungen Patenpatienten des CSL-Plasmacenters Berlin die Hand geschüttelt und mit ihm ein paar Worte gewechselt. Da wusste ich, dass ich mit meiner Entscheidung zur Plasmaspende absolut richtig liege. Simon leidet unter einem angeborenen Immundefekt und bekommt regelmäßig aus Blutplasma gewonnene Immunglobuline gespritzt. Ich habe dort einen bewundernswerten kleinen Jungen getroffen, der trotz aller Leiden heiter und lebensfroh durchs Leben geht.

Als Mutter eines kleinen Sohnes weiß ich: ein gesundes Kind ist das größte Geschenk. Ich kann nachfühlen, wie groß Sorge und Hilflosigkeit von Eltern sein müssen, wenn das Kind ständig krank ist und es eben keine Pille dagegen gibt. Familien wie die von Simon sind ein Leben lang auf die Bereitschaft anderer Menschen angewiesen, etwas von sich zu geben. Geld spenden ist einfach – Plasma spenden erfordert mehr Engagement. Ich möchte gerade auch als Mutter helfen, Menschen in die Plasmacenter zu holen – damit in den betroffenen Familien dieses Gefühl von Hilflosigkeit und ständiger Sorge ein wenig kleiner wird.

Der kleine Simon hat mich darin bestärkt, in Zukunft regelmäßig ein wenig Zeit für Plasmaspenden zu investieren.

Karen Heinrichs,

Moderatorin, SAT 1-Frühstücksfernsehen

 

 

 

  

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0 Kommentare

Von: CSL Plasma  |  15. August 2011, 16:12

Noch mehr zu Karen Heinrichs’ Engagement gibts auf ihrer offiziellen Website: http://www.karenheinrichs.de/2011/08/15/gefaehrlichem-schnupfen-eine-lange-nase-zeigen/

Von: matschke bernd  |  25. Oktober 2011, 08:30

hey!!

kann ich nur bestätigen, leider darf ich nicht mehr spenden, da ich die altersgrenze erreicht habe!!

ihr tut ja auch etwas gutes, sogar für euch , da ihr immer unter ärtzlicher kontrolle seid!!

euer
onkel heino
allso auf geht hin , es tut auch nicht weh!!!