30
Aug

Silke ist 35 Jahre alt, alleinerziehend, hat zwei Töchter und ist von Beruf Buchhalterin. Klingt nach einem schönen, friedlichen Leben, oder?

„So ganz friedlich ist es leider nicht, denn das Leben meiner kleinen Familie wurde vor einigen Jahren von meiner Diagnose überschattet“, berichtet Silke. „2011 hatte ich plötzlich Blutergüsse am ganzen Körper. Ich konnte mir das natürlich nicht erklären, machte mir Sorgen und wandte mich an meinen Hausarzt. Dieser fand durch einen Bluttest heraus, dass mein Blut nicht gerinnt. Nach einer Überweisung zu einem Internisten bekam ich von diesem Cortison verschrieben.“

Doch nach eineinhalb Jahren verschlechterte sich Silkes Zustand zunehmend, auch bedingt durch das Cortison. „Also ging ich erneut zum Arzt und wurde zum Glück an Dr. Franke, Direktor der Immundefektambulanz in Siegen, überwiesen. Dieser stellte nach einigen Untersuchungen dann die Diagnose CVID, Antikörpermangelsyndrom.“ Seitdem wird Silke mit Immunglobulinen behandelt, bestimmten Antikörpern, die ihr Körper nicht selbst herstellen kann. Da diese Immunglobulin-Präparate aus Plasma hergestellt werden, ist sie, wie viele andere Betroffene auch, auf Menschen angewiesen, die Plasma spenden.

„Ich versuche alles so zu nehmen, wie es ist und mit der Situation umzugehen. Ich möchte für meine Familie stark sein. Denn ich lebe jetzt und ich will mein Leben leben. Als Familienleben – ohne Einschränkungen. Das heißt, für meine Kinder da sein, aber auch Theater spielen und sportlich aktiv sein. Dass mir das möglich ist, verdanke ich den Plasmaspendern. Dank ihnen kann ich mich so um meine Kinder kümmern, wie ich es gern möchte, ich kann meinem Beruf nachgehen und einfach ein normales Leben führen.“

 

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