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Aug

patient and doctor taking notes

Einige von Euch wundern sich über die lange Spendepause von vier Monaten, die nach einer endoskopischen Untersuchung wie der Knie-, Magen-, oder Darmspiegelung eingehalten werden muss.

Dies hat folgenden Hintergrund: bei einer endoskopischen Untersuchung besteht ein (wenn auch sehr geringes) Risiko für die Übertragung einer Infektion.

Die Richtlinien der Bundesärztekammer schreiben daher die lange Spendepause von vier Monaten vor, um möglichst sicher zu sein, dass es nicht zu so einer Infektion gekommen ist.

Bitte habt Verständnis dafür, dass diese Richtlinien für jede Spendeeinrichtung in Deutschland bindend sind.

Ihr habt Fragen zu diesem oder ähnlichen Themen? Unser Ärzteteam steht Euch in den Centern und auch hier gerne zur Verfügung.

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3 Kommentare

Von: Lara  |  25. August 2015, 17:10

Merkt man nicht ob eine Infektion vorliegt.. Das gleiche bei Tattoos und Piercings.. Alles ist steril und eine Infektion muss man doch anders erkennen können

Von: Gesine Lamp  |  27. August 2015, 09:33

Hallo Lara, vielen Dank für die Anfrage.

Natürlich sollten sowohl bei der Endoskopie als auch im Tattoo-Studio die verwendeten Instrumente steril sein. Da dies aber nicht in jedem Einzelfall überprüft werden kann, hat der Gesetzgeber die Spendepause verbindlich vorgeschrieben. Diese deckt die sogenannte Inkubationszeit der verbreitetsten Infektionskrankheiten ab.

Wenn Du eine Infektion bemerkst, besteht diese schon Tage oder Wochen in Deinem Körper, dies ist also kein verlässlicher Indikator.

Viele Grüße,
Gesine
CSL Plasma Team

Von: Henry  |  16. April 2018, 21:56

Liebes Plasma Team,

ich war heute bei der Haema in Essen und wollte Plasma spenden. Ich bin ehrlich und habe mir die Fragen vor dem Ausfüllen nicht wirklich durchgelesen, weil sie sich ja seit Jahren wiederholen. Heute hat mich meine Ärztin gefragt, ob ich eine OP hatte, die ich dann auch wahrheitsgetreu mit ja beantwortete. Nun wurde ich 4 Monate gesperrt, und soll am 15. Juli wieder anrufen, ob ich überhaupt noch Spenden kommen darf. Ich habe mich bei der Ärztin für das Aufklärungsgespräch bedankt und weiß nun mehr. Ich hätte nie gedacht, das es überhaupt solche Richtlinien gibt. Als die Ärztin dann zu mir sagte: ich wisse überhaupt nichts, bedankte ich mich, es war bestimmt nicht meine Absicht jemanden anderen zu gefährden, der mein Blut benötigt, jedenfalls hoffe ich trotzdem das meine Blutspende helfen konnte und nicht vernichtet wurde, schließlich wird man ja auch aus dem Krankenhaus mit einen Befund entlassen und der war in meinen Fall negativ, also es wurde nichts gefunden. Es ist zwar schade, das ich jetzt 4 Monate nicht spenden kann, meine Motivation ist sehr hoch, was das Spenden anbelangt und auch wenn ich zwischendurch selbst Pausen einlege, finde ich das schon eine sehr lange Zeit. Ich werde mich demnächst wohl auf den Weg machen und als Wiedergutmachung für meine Unwissenheit einige Spender werben und ich hoffe das ich jetzt keinen Ärger bekomme. Auf jeden Fall möchte ich weiter Spender bleiben. Alles Liebe und das allen kranken Menschen geholfen werden kann.