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Mar

Für alle, die wissen wollen, was genau mit ihrem Blutplasma nach der Plasmaspende passiert, starten wir hier heute eine kleine Serie, die den Weg vom Spender zum Patienten beschreibt.

Am Anfang steht der Spendevorgang, der rund 45 Minuten dauert. Doch bis das durch Plasmaspende gewonnene Blutplasma wirklich verwendet wird, durchläuft es verschiedene Stationen. Der Grund dafür sind umfangreiche Vorsorgemaßnahmen und Untersuchungen, die sicherstellen, dass die medizinischen Präparate nur in einwandfreier Qualität beim Patienten ankommen.

Sicherheit geht vor – sowohl die des Spenders als auch die des Patienten. Daher ist der Weg von der Plasmaspende bis zur Verwendung des Plasmaproteins als oftmals lebensrettendes Präparat aufwendiger als vermutet. Bereits vor der ersten Plasmaspende füllen die Spendewilligen einen umfangreichen Fragebogen zu ihrer medizinischen Vorgeschichte aus. Es folgt eine ärztliche Untersuchung. Auch eine Blutprobe wird entnommen, um mit einer ganzen Reihe von Untersuchungen auszuschließen, dass der Spender mit seinem Plasma keine Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Hepatitis oder HIV weitergeben kann.

Wenn aus ärztlicher Sicht keine Bedenken bestehen, wird der Spender wenige Tage nach der Voruntersuchung zur ersten Plasmaspende zugelassen. Er erhält seinen Spenderausweis, wird noch einmal kurz von einem Arzt untersucht und kann dann in komfortabler Liegeposition seine Spende abgeben. Je nach Körpergewicht werden innerhalb von etwa 45 Minuten in mehreren Intervallen bis zu 850 Milliliter Plasma aus der Armvene entnommen. Durch einen Schlauch wird das Blut in eine spezielle Zentrifuge geleitet, die die schwereren Blutzellen vom leichteren Plasma separiert. Das Blutplasma wird in einer Kunststoffflasche gesammelt, während die restlichen Blutbestandteile, z. B. die roten und die weißen Blutkörperchen von der Maschine direkt zurück in den Blutkreislauf des Spenders gepumpt werden. Während dieses Vorgangs, der sogenannten Plasmapherese, wird dem Blut ein Anti-Gerinnungsmittel hinzugefügt, um die Gerinnung in der Maschine zu hemmen. Natürlich kommt das Blut während des Austausches nur mit sterile Einweg-Materialien in Berührung.

Fortsetzung folgt…

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