19
Sep

In den 1970er Jahren, als die Plasmaspende noch recht unbekannt war, lief der Spendevorgang im Vergleich zu heute noch ganz anders ab. Aber schon damals musste man, und das ist auch heute noch so, mindestens 18 Jahre alt sein und einen gültigen Personalausweis besitzen, um zu spenden.
Früher wurden generell 650 ml Vollblut entnommen. Im sogenannten Zentrifugenraum wurde dann das Blut zentrifugiert, um Blutplasma und Blutzellen voneinander zu trennen. Die Blutzellen wurden anschließend mit Kochsalz verdünnt dem Spender zurückgeführt.

Mittlerweile gibt es keine „Pauschalspende“ mehr. Wie viel Plasma gespendet wird, richtet sich nach dem individuellen Gewicht des Spenders. Und die wichtigste Veränderung zu früher: Abnahme und Rückgabe laufen mithilfe der aktuellen Plasmapheresemaschinen parallel, d.h., die Blutzellen werden in der Maschine sofort vom Plasma getrennt und der Spender bekommt diese direkt in den Blutkreislauf zurück. Dabei kommt das Blut des Spenders in einem geschlossen System ausschließlich mit Einwegmaterial in Berührung. Insgesamt ist diese Methode für den Spender deutlich angenehmer und auch zeitsparender. Vor 30 Jahren dauerte der Vorgang mindestens eine Stunde, und war, mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Heute sollte man für die Spende zwischen 30 und 45 Minuten einplanen. Wie häufig man spendet hängt vom jeweiligen Spender ab, man kann maximal zwei Mal pro Woche, höchstens 45 Mal in 12 Monaten spenden.

Auch die Spenderzahlen sind deutlich gestiegen. Bis zu 400 Spender werden heute pro Tag in einem Center versorgt. Seinerzeit lag diese Zahl noch zwischen 20 und 80 Spendern pro Tag. Nicht nur die Anzahl der Liegen hat sich deutlich erhöht, auch die Öffnungszeiten wurden erweitert: Wer spenden möchte, dem stehen die Türen der Center von Montag bis Samstag offen.

Insgesamt ist das Spenden heute komfortabler. Der Spender kann bequem auf der Liege Platz nehmen und sich während der Plasmaspende entspannen, während die Plasmapheresemaschine arbeitet. Auch die Kontrollstandards haben sich verbessert. Diese garantieren einerseits die Sicherheit, des Plasmas für den Empfänger, sind aber auch eine regelmäßige Gesundheitskontrolle für den Spender selbst.

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