08
Mar

Ich bin schon seit so vielen Jahren Plasmaspenderin und seit sieben Jahren im CSL Plasmacenter in Berlin Mitte. Wie ich dazu kam? Ich wollte als Jugendliche immer irgendwie helfen und spendete damals noch alle 3 Monate Vollblut. Eines Tages kam ich mit der Frau meines damaligen Trainers (ich spiele seit Jahren Fußball) ins Gespräch und sie erzählte mir das Blutspenden ja schön ist, aber Plasma effektiver sei und man dies öfter machen kann.

So verabredete ich mich mit ihr und wir gingen zusammen in ein Center am Ullsteinhaus in Berlin. Ich war überrascht wie groß es war und wie viele Menschen dort waren. Und ich beschloss noch vor Ort, die Plasmaspende auszuprobieren.
Das ist nun etwa neun oder zehn Jahre her: Ich brütete über diesem seitenlangen Fragebogen und dachte damit werde ich nie fertig… Danach kam die ausgiebige Untersuchung und Befragung. Auch ich löcherte die arme Ärztin mit meinen Fragen, die sie auch sehr geduldig beantwortete. Da kam die Blutuntersuchung und mein erster Besuch in diesem Center war beendet.

Ich konnte es kaum erwarten und nach vier Tagen rief ich im Center an und fragte was meine Blutwerte ergaben. Die Dame am Telefon sagte, dass alles ok sei und ich ab sofort spenden könne. Noch am selben Tag fuhr ich hin und ließ mir das erste Mal Plasma entnehmen. Ich fühlte mich während der Spende und auch danach einfach super.
Damit war mir klar, dass dies in Zukunft mein gesellschaftlicher Beitrag sein würde.

Leider schloss dieses Center und ich wusste, ich muss unbedingt ein neues suchen, was ich dann allerdings erst etwas eineinhalb Jahre später tat, da ich zwischenzeitlich schwanger wurde und solange mit dem Spenden aussetzte.

Als meine Tochter circa neun Monate alt war, begann ich mir ein neues Center zu suchen. Der Zufall half mir, denn im Warteraum meiner Frauenärztin entdeckte ich ein Prospekt, in dem es um Plasmaspenden ging. Darin fand ich auch die Adresse des Berliner CSL Plasmacenters. Und wieder der Papierkrieg und die Blutuntersuchung. Vier Tage später war ich wieder aktives Mitglied. Aber so richtig heimisch fühlte ich mich erst, als ich eine Mitarbeiterin wiedertraf, die ich schon aus dem ersten Center kannte.

Seitdem gehe ich mal regelmäßig und mal unregelmäßig – je nachdem wie es der Job zulässt – fleißig spenden. Und da man ja im Laufe der Zeit Routine hat und die Spenden an sich nicht mehr so aufregend sind, genieße ich diese Zeit und lese wieder mehr. Es sind zwar meistens nur 45 Minuten, aber ich habe in dieser Zeit schon etliche Stephen King Bücher gelesen. Schöne finde ich auch, dass man immer wieder viele Freunde im Center trifft.

Vielen Dank an Barbara aus Berlin für diesen Gastbeitrag!

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